Georgien – ein Land zwischen Kaukasus, Wein und Gastfreundschaft

Publiziert am 27.05.2026 | von Rina Sigrist

Georgien – ein Land zwischen Kaukasus, Wein und Gastfreundschaft

 

Wann?  Mai 2026

Wie lange? 11 Tage

Wer? Rina Sigrist

Route: Tbilisi- Stepantsminda - Eniseli - Lagodechi - Tbilisi

Ankunft in Tbilisi

Unser Abenteuer Georgien beginnt am Dienstagabend am Flughafen Zürich. Wir fliegen nach Tbilisi, der Hauptstadt Georgiens. Seit Neustem verbindet Edelweiss dreimal wöchentlich die Schweiz mit einem Nachtflug mit dem Land im Kaukasus. Obwohl – Nachtflug ist übertrieben: Der Flug dauert nur rund 3.5 Stunden, und so landen wir um 5 Uhr Ortszeit (3 Uhr Schweizer Zeit) in Georgien. Abgeholt werden wir von unserem Fahrer Oto. Da auf den Strassen Georgiens bekanntlich neben den Schlaglöchern nur wenig Asphalt übrig ist, überlassen wir das Fahren lieber dem Profi. Mit einem 4x4 kann man das Land aber grundsätzlich auch selbst befahren. Unterwegs geniessen wir den Sonnenaufgang und legen einen Stopp bei der Kreuzkirche in Tbilisi ein, wo uns eine wunderschöne und einmalige Morgenstimmung erwartet.

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Stepantsminda und die Gergeti-Dreifaltigkeitskirche

Unsere erste Etappe führt uns bis nach Stepantsminda – ein kleines Bergdorf nur rund 10 Autominuten von der russischen Grenze entfernt. Der Ort eignet sich ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen in der Kazbek-Region. Ebenfalls ist hier die berühmte „Gergeti-Dreifaltigkeitskirche“ zu finden – wahrscheinlich das meistfotografierte Gebäude Georgiens. Uns hat die Kirche allerdings weniger überzeugt. Zwar thront sie imposant über der Stadt, jedoch ist sie so klein, dass sie von Weitem kaum zu sehen ist.

Wanderungen in Juta und im Truso-Tal

Die Tage hier nutzen wir für Wanderungen in Juta und im Truso-Tal. Die Region um Juta wird auch die „georgischen Dolomiten“ genannt. Das Chaukhi-Massiv erinnert mit seinen ausgeprägten Spitzen tatsächlich stark an die italienische Bergregion. Die Schneefelder lassen eine Wanderung zum geplanten Ziel, dem Juta Lake, jedoch nicht zu. Wir kehren um und geniessen stattdessen ein Picknick beim Basislager.

Das Truso-Tal ist bekannt für seine unberührte Natur und die farbenfrohen Mineralquellen. Leider ist auch heute das Wetter nicht auf unserer Seite. Wir erwischen einen regenfreien Slot und nutzen ihn für eine Wanderung zum Abano-See. Dieser kleine Karstsee entsteht durch einen kohlendioxidgefüllten unterirdischen Strom, der durch karbonatreiche Gesteine aus der Zeit des späten Jura an die Oberfläche tritt. Dadurch „kocht“ der See hörbar, wenn Kohlendioxidblasen die Wasseroberfläche durchbrechen.

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Weinregion Kachetien – zu Gast bei Inavarde Wines

Die nächste Etappe führt uns in die Weinregion Kachetien nach Eniseli, wo wir herzlich auf dem Weingut von Fabio (Inavarde Wines) empfangen werden. Der Schweizer ist nach Georgien ausgewandert, um sich seinen Traum vom eigenen Weingut zu erfüllen. Heute baut er lokale Sorten an und keltert sie mit der traditionellen Qvevri-Methode. Die georgische Weinkultur ist über 8 000 Jahre alt und seit 2013 sogar als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

Natürlich darf eine Weindegustation zusammen mit einem georgischen Festmahl nicht fehlen.

Rund um Eniseli gibt es einiges zu entdecken: Die Klöster Alaverdi und Nekresi, die Festung Gremi sowie die Stadt Telavi sind definitiv einen Besuch wert. Stets begleitet von einem guten Glas Wein und noch besserem Essen.

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Sighnaghi und Glamping im Nationalpark Lagodechi

Bevor es für uns in die Hauptstadt Tbilisi geht, fahren wir in den Nationalpark Lagodechi, wo wir zwei Nächte in einem schönen Glamping-Camp mitten im Wald übernachten. Unterwegs besuchen wir die Stadt Sighnaghi. Sie wird auch „Stadt der Liebe“ genannt, da man sich hier rund um die Uhr, 7 Tage die Woche, auf dem Standesamt das Ja-Wort geben kann.

Wir geniessen idyllische Tage in Lagodechi: Tagsüber sind wir wandern, abends lassen wir den Tag im eigenen Hot Pot ausklingen.

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Zurück in Tbilisi

Nach rund einer Woche kehren wir zurück nach Tbilisi. Die Hauptstadt Georgiens hat rund 1.5 Millionen Einwohner – also lebt fast ein Drittel aller Georgier:innen hier. Wir erleben eine Stadt an der historischen Seidenstrasse mit ihrem Mosaik aus farbenfrohen Häusern, Zerfall und verwinkelten Gassen. Auffällig ist die „Sameba-Kathedrale“ (Dreifaltigkeitskathedrale). Sie thront imposant über der Stadt und ist von fast jedem Winkel aus zu sehen. Wir freuen uns, wieder zurück in der „Zivilisation“ zu sein, und verbringen die Tage mit Baden im Bäderviertel, Schlendern durch die Gassen, Shoppen und noch mehr sehr leckerem Essen.

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Fazit Georgien

Georgien hat uns rundum begeistert. Das Land überrascht mit einer beeindruckenden Vielfalt auf kleinem Raum. Imposante Berge im Kaukasus, Rebbergein Kachetien, dichte Wälder in Lagodechi und einer Hauptstadt voller Charme.

Die Begegnungen mit den Menschen und die Gastfreundschaft der Georgier:innen bleibt uns im Gedächnis.  Genau das das Essen, welches ausnahmslos fantastisch ist! Von den Khinkali über Khachapuri bis hin zu den vielen kleinen Vorspeisen, wir haben uns durchgegessen ;)

Georgien ist ein Reiseziel, das uns beeindruckt hat und eine klare Empfehlung für alle, die abseits ausgetretener Pfade Natur, Kultur, gutes Essen und herzliche Menschen erleben möchten.

Da möchte ich hin!