
Wann? November/ Dezember 2025
Wie lange? 22 Tage
Wer? Lukas Meier
Route: Hippiedorf- Paraty- Rio de Janeiro- São Luis- Lençóis Maranhenses- Jericoacoara- Salvador- Meine Trauminsel
Brasilien? Ist das nicht gefährlich? Das ist die erste Reaktion von vielen. Leider ist dies immer noch das Vorurteil in vielen Schweizer Köpfen. Darum denken viele nicht mal daran nach Brasilien zu reisen. Schade. So viel vorweg: Ich habe mich immer sehr sicher gefühlt. Definitiv wohler als in vielen südeuropäischen Städten wie Barcelona, Paris oder Rom. Natürlich gibt es in den Grossstädten Viertel, die es zu meiden gilt. Wie in jeder Grossstadt. In den touristischen Orten in den Städten ist die Touristenpolizei sehr präsent.
Ich war schon mehrmals in Brasilien. Was mich immer berührt hat, ist die Herzlichkeit der Menschen. Dies hat sich nicht verändert. Die Brasilianer empfangen jeden Besucher mit viel «carinho». Und feinen Fruchtsäften und Drinks. Brasilien ist äusserst vielfältig und übrigens grösser als Australien.
Nach der Ankunft am Flughafen von São Paulo ging es gleich weiter an die Küste. Die Costa Verde, die grüne Küste, bis Rio ist superschön. Die Mata Atlantica, der suptropische Regenwald mit einer üppigen Flora und Fauna reicht bis ans Meer. An der Küste habe ich einen kleinen Hippieort entdeckt mit einer tollen Unterkunft direkt am Meer. Der Strand ist mit grossen Granitfelsen durchsetzt, wie auf den Seychellen. Auf einer Wanderung, natürlich immer mit Havaianas, den brasilianischen Wanderschuhen, gelangt man zu einem Wasserfall und zu Lagunen. Abends gibt es Live-Musik an den Strandbars. Hier wären wir gerne noch länger geblieben.
Weiter ging es nach Paraty. Die sehr gut erhaltene Kolonialstadt wurde schon um ca. 1540 gegründet. Von da wurden Gold und Edelsteine nach Portugal verschifft. Vor der Küste liegt eine zerklüftetet Inselwelt, in welcher sich früher Piraten versteckten. Heute ist es ein Paradies zum Schnorcheln und Tauchen und ein Vogelparadies. Abends locken viele Boutiquen, Restaurants und Bars.
Auf einer meiner ersten Reisen vor über 25 Jahren habe ich schon mal drei Wochen in Rio verbracht. Seither kam ich immer wieder nach Rio. Und es wird nie langweilig. Rio lebt und bebt. Bei unserem Besuch hat Flamengo gerade die Copa Libertadores, die Championsleague von Südamerika gewonnen, was die Stadt in einen kollektiven Freudentaumel versetzt hat. Ein heisser Tipp ist zu Fuss bis zur Mittelstation des Zuckerhuts zu laufen. Das ist eine Wanderung von knapp einer Stunde. Tropischer Regenwald mitten in der Stadt. Und dann könnt ihr ohne anzustehen weiter mit der Bahn auf den Pão do Azucar. Die verschiedenen Stadtteile lohnen sich unbedingt einen Besuch. Santa Teresa, die ruhige Altstadt mit ihrem alten Tram ist ein Muss. Das Museum da Amañha ist ein futuristischer Bau.
Mit der U-Bahn, dem Tram und mit Uber bewegt man sich in Rio sehr sicher.
Ein rund vierstündiger Inlandflug bringt uns ganz in den Norden nach São Luis im Bundesstaat Maranhão. São Luis ist unter Unesco Schutz und gilt als eine der schönsten Kolonialstädte Brasiliens. Es gilt als das Havanna von Brasilien. 1100 Kolonialgebäude. Leider sind viele zerfallen und in keinem guten Zustand. Aber die belebten Strassen versprühen einen kolonialen Charme. Die Unesco Gelder verschwinden wohl auch in den Taschen der Politiker und kommen nicht an ihrem Zielort an.
Doch das Hauptziel im Norden ist der Lençóis Maranhenses Nationalpark. Es ist höchste Zeit auch mal dorthin zu pilgern. Mir ist dieser Park schon lange ein Begriff, doch in den letzten Jahren wurde er zu einem Trendziel von Kitesurfern und Influencern. Daher höchste Zeit jetzt noch hinzugehen. Es handelt sich um ein Sanddünengebiet, welches sich 40 Kilometer ins Landesinnere erstreckt. Das spezielle ist, dass sich in der Regenzeit zwischen den Dünen Lagunen bilden, die mit Wasser gefüllt werden. Von São Luis ist es eine 4-stündige Fahrt. Wir sind am Ende der Trockenzeit da. Da sind viele Lagunen schon ausgetrocknet. Aber trotzdem ist die Magie da. Der Vorteil ist, dass es fast keine Touristen hat. Wir haben die Dünen fast alleine für uns. Wir sind zu Fuss unterwegs und mit einer Jardineira, einem offenen 4x4 Jeep. Die Dünen so bei Sonnenuntergang zu besuchen ist toll.
Es sind auch mehrtägige Trekkings durch die Dünen möglich mit Übernachtung in den Oasen.
Ein kurzer Flug brachte mich von Fortaleza nach Salvador de Bahia. Was für ein schöner Name. Abends angekommen sind wir etwas erstaunt. Vor unserem Hotel erwartet und ein Weihnachtsmarkt. Ganz ähnlich, aber ohne Glühwein, dafür mit Caipirinhas. Und dazu lokale Spezialitäten und Glacés. Auf dem Hauptplatz singen Kinder Weihnachtslieder. Stille Nacht und Jingle Bells in Portugiesisch. Wie schön. Das «Pelourinho» die Altstadt versprüht viel Charme und aus den Bars erklingt Livemusik.
Am nächsten Tag geht es dann mit einem 9-plätzigen Kleinflugzeug auf eine kleine Insel. In Europa ist diese noch weitgehend unbekannt. Es ist mein Traumziel: Ein Bungalow am Strand und dahinter tropischer Dschungel. Von Einheimischen geführte Restaurants und kleine Bars. Kein Schickimicki, keine Elektromusik, keine Luxusboutiquen…Autos gibt es keine. Das Gepäck wird mit Schubkarren in die Unterkunft gebracht. Dafür morgens stundenlange Strandspaziergänge vorbei an ein paar Fischern. Natur pur. Ja da fragt man sich schon, ob man wirklich zurück in den Schweizer Winter will.
Brasilien bietet unglaublich viel. Es ist ein Reiseziel, das alle begeistert. Nur kennen wir es noch nicht und haben oft Respekt. Es sind weiterhin viele Vorurteile in den Köpfen vorhanden. Ich habe mich immer sehr sicher gefühlt und war immer von lachenden und herzlichen Menschen umgeben. Wie immer ist eine gute Planung das Wichtigste. Dafür sind wir hier.
Ich gebe euch gerne Geheimtipps. Wie meine Trauminsel und der Hippieort. Für Brasilien und (fast) die ganze Welt. Ich freue mich.
Lukas_at_senseoftravel.ch / 044 521 00 99