
Wann? Februar 2026
Wie lange? 3 Wochen
Wer? Céline Deplazes & Ramon Dittli
Route: Iguazú, Rio de Janeiro, Itacaré, Salvador
Caipis, Traumstrände, Fussball & Karneval. Das sind wohl die Schlagwörter, welche einem in den Sinn kommen, wenn man an Brasilien denkt. Alles nur Klischees?
Unsere Reise beginnt in Iguazú, wo wir je einen Tag auf der argentinischen sowie brasilianischen Seite verbringen. Anschliessend zieht es uns in die Metropole Rio de Janeiro. Unser Hotel liegt zwischen der Copacabana & dem Ipanema Beach. Die Lage ist perfekt, der Vibe wie erwartet relaxed. Die Surfer pilgern mit ihren Boards Richtung Strand, auf dem Velostreifen wird gejoggt - am Sonntag wird sogar ein Teil der Copacabana gesperrt & die Strandpromenade verwandelt sich in ein regelrechtes Laufevent. Auch sightseeingtechnisch hat die Stadt einiges zu bieten & unsere Camera Rolls füllen sich mit Bildern von der Christusstatue, dem Zuckerhut & der Aussicht vom Morro Dois Irmãos - die mussten wir uns mit einer einstündigen Wanderung verdienen. Das hat sich aber definitiv gelohnt. Am Nachmittag setzen wir uns bei einem der vielen Strandstuhlvermieter in den Schatten. Und hat man es sich einmal im Strandstuhl gemütlich gemacht, muss man sich auch nicht mehr bewegen. Im Minutentakt laufen Getränke- und Essensverkäufer vorbei - Açaí, Queso, Caipis, Bier oder Limonade. Auch Shoppingwünsche bleiben keine offen: Bikinis, T-Shirts, Tücher und Taschen oder Sonnenbrillen. Es gibt alles!
Wir könnten zwar gut noch eine weitere Woche in Rio bleiben - die Stadt hat definitv was - doch wir möchten noch weitere Strände in Brasilien entdecken. Uns zieht es weiter Richtung Norden in den Ort Itacaré.
Ein kurzer Flug und eine Taxifahrt später sind wir da. Das Dorf hat eine Hauptstrasse, welche voll mit Läden und Restaurants ist. Ca. 10 Minuten Fussmarsch entfernt liegen diverse Strände, die auch miteinander verbunden sind. Auch hier sind die Strandverkäufer sehr aktiv. Der Hauptgrund für unseren Stopp hier ist das Surfen. Itacaré ist ein Hotspot dafür. So schreiben wir uns bei der Surfschule ein und probieren uns am Wellenreiten. Ziemlich früh morgens geht es jeweils los an den Strand. Warm-up und dann ab in die Wellen. Die Surfschule ist top! Und das beste: einer der Lehrer spricht sogar Schweizerdeutsch, da er einige Jahre in der Schweiz gelebt hat. Nach vier Tagen, vielen Stunden im Wasser und täglicher Videoanalyse, hat sich unser Können etwas verbessert. Definitv ist noch viel Luft nach oben und sicher ein Grund, wieder zurück zu kommen.
Nach all der Anstrengung und den frühen Morgen, ist es nun Zeit für etwas „Ferien in den Ferien“. Uns zieht es auf die Insel. Autofrei, die Möglichkeit stundenlang am Strand spazieren und lesen in der Hängematt. Zu Beginn nicht sicher, ob die fünf Tage zu lange sind, um nichts zu machen, können wir nun sagen: absolut nicht! Für alle, die Ruhe und Entspannung suchen, ein absolutes Träumchen! Via Speedboot - nur für alle mit starkem Magen - geht es nach Salvador. Komplettes Kontrastprogramm: Karneval!
Wenn wir schon zur Karnevalszeit in Brasilien sind, können wir uns das nicht entgehen lassen. Selbstverständlich sind die Preise etwas höher als normal, aber wir brauchen ja nur ein Bett zum schlafen. Es gibt verschiedene Karnevalteile. Unsere Unterkunft liegt in der Nähe der Altstadt, wo eher der traditionelle afrobrasilianische Karneval stattfindet. Es gibt einige Bühnen mit Live-Musik, Umzüge und unzählige Essens- und Getränkestände. Einen Abend stürzen wir uns dann in den grossen Strassenkarmeval an der Küste. Ein Erlebnis! Um es kurz zu Beschreiben: Street Parade mit brasilianischer Musik - und etwa viermal soviele Leute. Während einer Woche ziehen täglich Wagen an der Strandpromenade entlang und das bis morgens um sechs Uhr. Ist es laut? Ja unglaublich, Dezibelbeschränkung kennen sie nicht. Ist es bunt? Ja unglaublich, hauptsache Glitzer & knappe Kostüme. Würden wir es wieder machen? Jaa absolut - etwas, das man einmal gesehen haben sollte.Der Karneval ist der perfekte Abschluss unserer dreiwöchigen Reise in Brasilien.
Viele Bedenken bezüglich Sicherheit haben wir vor der Reise gehört und wurden von Freunden und Familie gefragt, ob wir denn wirklich nach Brasilien möchten („Das isch doch gfährlich“). Nun können wir sagen, dass wir uns zu jeder Zeit sicher fühlten. In den Städten haben wir uns mit Uber fortbewegt, hatten ein altes Handy dabei fürs Navigieren und hielten uns hauptsächlich an Plätzen auf, die touristisch sind und daher eine hohe Polizeipräsenz herrscht. Es wäre wirklich schade, hätten wir all diese Lebensfreude, Traumstrände und -inseln nicht sehen können, nur weil wir uns wegen der Sicherheitsbedenken nicht „getraut“ hätten. Brasilien hat übrigens immer noch sehr tiefe internationale Touristenzahlen. Jetzt ist also ein perfekter Moment, das Land zu entdecken, bevor sich zu fest herumspricht, wie atemberaubend das Land ist. Wir waren definitiv nicht zum letzten Mal da!
Céline Deplazes & Ramon Dittli