
Wann? Oktober / November 2024
Wie lange? 22 Tage
Wer? Lukas Meier
Route: Mendoza - El Peñon und die Puna - Cafayate - Cachi- Salinas Grandes - Humahuaca - Jujuy
Vor einem Jahr gingen die Bilder durch die Medien wie Javier Milei mit der Kettensäge in der Hand die Macht übernahm. Es hiess, der Peso würde abgeschafft, die Inflation war sehr hoch und die Unsicherheit vor der Zukunft gross. Doch wie ist es ein knappes Jahr später? Argentinien ist ein wunderbares Reiseland, es ist ruhig, absolut sicher und die Währung stabil. Die Wirtschaft boomt und die Korruption wurde eingedämmt (zumindest scheint es so). Überall lässt sich problemlos mit Debit- oder Kreditkarte bezahlen. Der Peso wird zu einem stabilen Kurs gewechselt. Es gibt keine Versorgungsprobleme.
Buenos Aires, die Megacity mit ca. 15 Millionen Einwohner begrüsste uns mit schönstem Frühlingswetter. Abends durfte eine Tango Show natürlich nicht fehlen.
Nach einem kurzen zweistündigen Inlandflug landen wir in Mendoza. Dort werden wir schon erwartet und übernehmen den Mietwagen. Natürlich ein Pick up, wie ihn fast alle fahren. Mendoza ist trotz seiner Grösse eine ruhige Stadt. Abends lohnt sich ein Besuch in der Calle Aristides mit vielen coolen Bars, Restaurants und Clubs.
Aber der Hauptgrund einer Reise nach Mendoza ist für die meisten der Wein. Rund um die Stadt konkurrieren die verschiedenen Weingüter. Ein Besuch ist ein Muss. Die Lage der Weingüter ist eindrücklich, da im Hintergrund der fast 7000 Meter hohe Acongagua thront. Auf den Weingütern wird man auch kulinarisch verwöhnt. Die Speisekarten sind meist sehr vielfältig. Es gibt nicht nur Fleisch.
Wir verlassen Mendoza Richtung Norden. Die Distanzen sind oft sehr gross. Es können gut 50 Kilometer zwischen zwei Dörfern liegen. Argentinien ist rund 70 Mal grösser als die Schweiz. Die Strassen sind in tadelosem Zustand. Teils nicht geteert, aber eine gute Piste. Im Hintergrund thronen die Anden. Wir besuchen die Nationalparks Ischigualasto und Talampaya. Die Felsformationen und Canyons erstrahlen in verschiedenen Farben. Die Eintrittsgebühren der Nationalparks können nur noch online bezahlt werden, damit diese Gebühren nicht im Sack eines Angestellten verschwinden. Danach geht es von 1500 Metern Höhe in zwei Stunden auf knapp 4000 Meter über Meer. Die Puna ist das Hochland Argentiniens. Landschaftlich ist die Puna extrem eindrücklich: Salzseen (bis zu 165 km lang), erloschene Vulkane, Lagunen voller Flamingos, Tausende von Lamas und Vicuñas. Und dies fast ohne Touristen.
Wir waren dann drei Tage mit einem Fahrer unterwegs und kamen so an sehr abgelegene Orte auf bis zu 5000 Metern Höhe. Ein Reiseerlebnis, welches man nie vergisst.
Derzeit gibt es erst ein Hotel mit 8 Zimmern. Wir übernachteten bei einer Gastfamilie. Die beiden kleinen Restaurants im Dorf servieren beide Quinoa- oder Lamaeintopf. Wie lange bleibt dies wohl noch so?
Voller Eindrücke aus der Puna ging es dann zurück zur Ruta 40. Diese Strasse hat eine Länge von 5300 Kilometern und ist die längste und berühmteste Fernstrasse Argentiniens. Viel Verkehr hat es trotzdem nicht. Cafayate ist bekannt für seine Weingüter. Es wird dort hauptsächlich der Torontes, eine Weissweintraube angebaut. Abends warten feine Restaurants rund um den Hauptplatz.
Die nächsten vier Stunden Fahrt nach Cachi sind nicht mehr geteert. Landschaftlich aber wiederum gewaltig. Wir durchqueren die Quebrada de las Flechas. Links und rechts der Strasse ist es voller Kakteen. Auch dem grössten Kaktus des Landes statten wir einen Besuch ab. Von 3350 Meter hohen Pass Piedra del Molino geht es in etwas mehr als einer Stunde steil runter auf 1400 Meter. Von einer kargen Wüstenlandschaft in die Yungas, wo ein tropisches Klima herrscht. Wir übernachten bei Carlos und Carla, auf deren Grundstück über 200 Vogelarten heimisch sind.
Doch kurz danach geht es wieder in die Höhe in die berühmten Orte Purmamarca, Tilcara und Humahuaca. In dieser Gegend leben viele Indigenos. Die Märkte sind sehr farbenfroh und man kommt sich vor wie in Peru oder Bolivien. Nur fast ohne Touristen. Auch die Canyonlandschaften beeindrucken.
Von Jujuy fliegen wir nach Iguazu. Nach langer Zeit besuche ich wieder die grössten Wasserfälle der Welt. Und ja, sie sind weiterhin gigantisch. Wie auch die Menschenmassen dort. Ein Besuch ist ein Muss. Am besten frühmorgens. Zum Abschluss warten noch ein paar Tage in Rio, der schönsten Stadt Südamerikas.
Jetzt ist die beste Zeit den Norden Argentiniens zu besuchen.
Meldet euch bei mir. Viele weitere Geheimtipps warten auf euch. Ich freue mich.
Lukas_at_senseoftravel.ch / 044 521 00 99
